Heute

Das Herz des Vereins schlägt für die “Skihütte”, neu das «Wülflingerhaus». Das Haus wird von den Vereinsmitgliedern besonders über Weihnacht-Neujahr und in den Sportferien genutzt. Dabei geniessen wir nebst den vielfältigen Ferienerlebnissen im Toggenburg das ungezwungene Zusammensein in der gemütlichen Hütte.

Das erste Ziel des Vereines ist es deshalb, das Bestehen der “Skihütte” zu ermöglichen. Im Hinblick auf den bevorstehenden Generationswechsel im Vorstand und die spätestens nach Corona tieferen Hüttenbesuche- und Vereinsmitgliederzahlen wurde im November 2022 eine Spurgruppe aus aktiven Vereinsmitglieder:innen gegründet. Während ihrem ersten Arbeitsjahr holte die Spurgruppe Infos über den Verein, die Wünsche und Bedürfnisse der Vereinsmitglieder:innen und der Hüttenbesucher:innen ein. Aufgrund dieser Soll-Ist-Analyse beschloss der Verein an der GV im November 2023 eine sanfte Modernisierung der Skihütte und übergab diesen Auftrag abermals der Spurgruppe. Im Zuge dieser Arbeit entstand nun diese Homepage, die unseren Verein und insbesondere unsere geliebte Skihütte bekannter und zugänglicher machen soll. In diesem Zusammenhang beschlossen wir auch, die Skihütte in das ”Wülflingerhaus” umzubenennen. Im April 2024 wurde im Zuge der Modernisierung ein Kühlschrank eingebaut, ein elektrischer Herd zusätzlich zum bestehenden Holzherd soll noch folgen.

Die Vereinsmitglieder:innen sorgen für die Instandhaltung des Wülflingerhauses. An zwei Hüttenputzeten im Jahr wird das Haus jeweils für die Sommer- und Wintersaison vorbereitet. Weitere Einsätze gibt es zum Holzversorgen und für Wartungsarbeiten mit max. 2 Arbeitstagen im Jahr. Zur Aufbesserung der Finanzen nimmt der Verein seit 1977 jedes Jahr mit einem Ballwurfstand am Stadtfest (Albani-Fest) und am Wülflinger Dorfet teil. In jüngster Zeit fanden im Verein nur kleine gesellige Anlässe wie ein Club-Bowling oder ein Spielenachmittag statt. Das Sommer- und Winterprogramm des Vereins ist in dieser Hinsicht zurzeit ausbaufähig.

Als Vereinsmitglied profitiert man von vergünstigten Hüttentarifen.

Obwohl der Verein und die Anzahl Vereinsanlässe über die Jahre merklich geschrumpft sind, liegen uns der Verein und das Wülflingerhaus in Alt St. Johann sehr am Herzen.

Wir hoffen, den Verein und das Wülflingerhaus auch in Zukunft erhalten zu können.

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Die Vorteile?

Das Wülflingerhaus ist in den Winterthurer Weihnachts-und Sportferien exklusiv für die Clubmitglieder reserviert.

Unsere Mitglieder profitieren von günstigeren Übernachtungstarifen im Wülflingerhaus.

Für einen Einsatz an Hüttenputz-und Arbeitstagen gibt es je Helfer einen Übernachtungsgutschein.

Die Nachteile?

Nun ja, für einen Verein muss man Zeit aufwenden!!! Dafür besteht bei uns im Moment ein grosser Gestaltungsspielraum für kreative und begeisterungsfähige Menschen.

Beiträge

Jahresbeiträge aktuell

Einzelmitgliedschaft60.- Franken
Familienmitgliedschaft100.- Franken
Junioren 16 – 19 Jahre30.- Franken
Miete Hüttenkästli (optional)5.- Franken

Hüttentarife Mitglieder (pro Logiernacht)

Erwachsene15.- Franken
Junioren 16 – 19 Jahre12.- Franken
Kinder 1 – 16 Jahre10.- Franken
Endreinigung
Nach Absprache und mit separater Abrechnung (140.- Fr.) ist eine Endreinigung durch Sandra Kuratli möglich. Bitte kontaktiert dazu Sandra Kuratli vor der Anreise direkt (071 994 33 47)

Vorstand

PräsidentWerner SennhauserVorstand
VizepräsidentMatthias Furrer
KassierinGianna BollmannVorstand
AktuarinDoris BollmannAktuarin
ProtokollführerinRegula Kopp
Hüttenchefin ReservationenSylvia ScherrerVermietung
Hüttenchefin UnterhaltSabine Gerstenkorn

Geschichte

Im Juli 1919 legte eine kleine Gruppe der Konfirmanden des Jahrgangs 1902 den Grundstein des Wander- und Skiclubs Wülflingen. Die wackeren Burschen hielten ihre Zusammenkünfte jeweils im Freien auf dem Brühl ab. Doch bewog sie die allmählich kälter werdende Jahreszeit, sich nach einem Lokal umzusehen, das im Hessengüetli gefunden wurde. Zwar sind die ältesten Statuten verschollen, doch dürfte der Zweckartikel der Vereinigung den späteren Satzungen entsprechend etwa gelautet haben:

«Der Wanderclub Wülflingen bezweckt die Förderung des Bergsportes als vorzügliches Mittel zur gesundheitlichen Stärkung des Körpers.»

Schon im Jahre 1921 streckten die Wanderclübler die Fühler nach dem noch wenig betriebenen Wintersport aus, denn im Protokoll vom 2. November 1921 steht das Traktandum «Schneeschuhausbildung für Mitglieder». Hie und da begegnet man in den Protokollen bereits Plänen für Skitouren, wobei das Tösstal bevorzugtes Ziel war. Noch hatten die Sommertouren den Vorrang, doch schon im Winter 1924/25 findet man die Skitouren in den offiziellen Programmen. Auch Trockenskikurse waren dazumal schon aktuell. Ski waren damals in unserer Gegend noch selten, und wer sie trug, wurde von der Bevölkerung nicht selten belächelt. Dennoch oder erst recht bereitete es den Trägern Freude, ohne Widerstand über den schneebedeckten Boden hinweggleiten zu können. Eine Folge des in der Öffentlichkeit mangelnden Verständnisses für den zukünftigen Volkssport war, dass der Wülflinger Skiclub in den ersten Jahren seines Bestehens kaum in Erscheinung trat. Seine Versammlungen wurden immer etwas verschwiegen abgehalten, so dass er fast in den Geruch eines «Geheimbundes» geriet, was aber das Zusammengehörigkeitsgefühl nur fördern konnte. Eine Spur dieses Geistes mag dem Wülflinger Skiclub heute noch eigen sein.

Im Protokoll der Dezember-Versammlung 1928 steht zum ersten Mal das Traktandum «Skihütte». Der Club mietete Räume in einem Haus im «Hütstel» am Schauenberg. Hier fand für Aktive obligatorisch die erste Ski-Chilbi und anschliessend am Sonntagmorgen das erste Clubrennen statt. Dazumal musste jede Abfahrt mit einem zeit- und kraftraubenden Aufstieg errungen werden. Da Felle noch unbekannt waren, behalf man sich kurzerhand mit Tannenreis, das um die Bretter gewickelt wurde. Später traten Stricke an ihre Stelle, bis schliesslich die ersten Klebefelle (Ziegenfell) aufkamen.

Nachdem der Skiclub im Winterhalbjahr diverse Hütten in Ebnat, Krummenau und Nesslau gemietet hatte, fanden sie mit dem Haus «Rain» in Alt St. Johann die ideale Unterkunft. In ungezählten Stunden wurde eingerichtet, so dass der Club mit grossem Interesse eine Verlängerung des Mietvertrages anstrebte und tatsächlich auch abschliessen konnte. Da das Haus ganzjährig gemietet wurde, eröffnete sich auch die Möglichkeit anderweitiger Verwendung. So beherbergte das Haus Jahr für Jahr Sommerferiengäste. Am 26. März 1955 konnte der Skiclub Wülflingen die Skihütte kaufen. In den folgenden Jahren und bis heute wurden laufend und in ungezählten Frondienststunden Umbau- und Renovationsarbeiten an der Skihütte vorgenommen.

Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre fanden die grössten Umbauarbeiten statt, wie die Erneuerung der Fassaden, Umbau der Küche und des Aufenthaltsraumes mit neuem Kachelofen sowie dem Einbau der Waschräume und Duschen.

Ende der 80er Jahre übernahm dann die nächste Generation von Skiclüblern die Verantwortung. Auch die neue Generation veranlasste viele Umbau- und Renovationsarbeiten. Viele Arbeitsstunden wurden wiederum von Mitgliedern im Frondienst geleistet. 1997 wurde auf dem Gelände ein Holzschopf für die Lagerung der Burdeli gebaut und 2012 und 2013 wurden die alten Holzfenster ersetzt und in den folgenden Jahren die Isolation weiter verbessert, so dass unser Holzverbrauch spürbar gesunken ist.

Während in der ersten und zweiten Generation der Skiclub weitgehendst Männersache war, wandelte er sich über die Jahre zu einem Familienclub. Neben den skibezogenen Aktivitäten im Winterhalbjahr wurden Wanderungen, Velotouren und Bildungsausflüge durchgeführt. Sogar der Samichlaus besuchte über Jahre den Skiclub.

Im Jahr 2008 wurde die Familienmitgliedschaft eingeführt.

2019 feierte der Skiclub sein 100jähriges Jubiläum mit einem Nostalgie – Skiwochenende in Alt St. Johann mit Skirennen auf altem Material sowie einem festlichen Anlass in der Taverne zum Hirschen in Wülflingen.